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	<title>Nicole Urbantat, Author at Hühnerrettung NRW</title>
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	<description>Wir übernehmen ausgediente Legehennen aus Massentierhaltungen und vermittelt sie an tierliebe Menschen.</description>
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	<title>Nicole Urbantat, Author at Hühnerrettung NRW</title>
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		<title>Schlaue Hühner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2025 09:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tierisch lesenswert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Artikel aus „Spektrum der Wissenschaft, 22.04.2015, Carolynn L. Smith und Sarah L. Zielinski Haushühner sind erstaunlich klug und verstehen, was in ihrer Welt vorgeht. Das verschärft die - nicht nur von Tierschützern aufgeworfene - Frage, ob die gängige Praxis der Massentierhaltung für diese Tiere akzeptabel ist. Manche Tiere sind intelligenter als andere. So zeigen mehrere Vogelarten bemerkenswerte&#8230;</p>
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	<p><em>Artikel aus „Spektrum der Wissenschaft, 22.04.2015, </em><a href="https://www.spektrum.de/news/schlaue-huehner/1342910#content__author"><em>Carolynn L. Smith und Sarah L. Zielinski</em></a></p>
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	<p><strong><em>Haushühner sind erstaunlich klug und verstehen, was in ihrer Welt vorgeht. Das verschärft die - nicht nur von Tierschützern aufgeworfene - Frage, ob die gängige Praxis der Massentierhaltung für diese Tiere akzeptabel ist.</em></strong></p>
<p>Manche Tiere sind intelligenter als andere. So zeigen mehrere Vogelarten bemerkenswerte Fähigkeiten, die man früher nur uns Menschen zutraute: Elstern erkennen sich in einem Spiegel. Manche Krähen lernen von älteren Artgenossen, Werkzeuge herzustellen. Afrikanische Graupapageien können zählen, Gegenstände nach Form und Farbe sortieren und sogar lernen, menschliche Worte zu verstehen.</p>
<p>Im Unterschied dazu gelten Hühner gemeinhin als wenig intelligent. Doch hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass diese Vögel listige Täuschungsmanöver beherrschen. Ihre Kommunikationsfähigkeit steht der von Primaten kaum nach, wobei sie differenzierte Signale verwenden, um ihre Absichten kundzutun. Entscheidungen treffen sie auf Grund früherer Erfahrungen und in Kenntnis der aktuellen Situation. Sie können komplexe Probleme lösen und mit bedrohten Artgenossen mitfühlen.</p>
</div>
<h4  class="fl-module fl-module-heading fl-heading fl-heading-text fl-node-8ry06xzbad1l" data-node="8ry06xzbad1l" aria-label="Überschrift">
			Auf einen Blick	</h4>
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			Tierisch begabt	</h2>
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	<ol>
<li>Neueren Forschungen zufolge ist unser <strong>Haushuhn</strong> wesentlich intelligenter, als die meisten Menschen glauben. Die Tiere sind listig, durchtrieben und zur <strong>Einfühlung in Artgenossen</strong> fähig. Obendrein können sie differenziert kommunizieren.</li>
<li>Die Klugheit der Hühner legt die Vermutung nahe, dass <strong>Intelligenz</strong> im Tierreich allgemein weiter verbreitet ist als früher vermutet.</li>
<li>Die neuen Erkenntnisse betreffen auch den <strong>Tierschutz</strong>. Konsumenten sollten der <strong>Massentierhaltung</strong> von Hühnern kritisches Augenmerk schenken.</li>
</ol>
</div>
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	<p>Offenbar sind komplexe kognitive Fähigkeiten, <a href="https://www.spektrum.de/alias/sozialverhalten/die-wurzeln-der-kooperation/1333991">die man traditionell höchstens noch manchen Menschenaffen zugesteht</a>, im Tierreich viel weiter verbreitet als lange angenommen. Doch die neuen Forschungsergebnisse sind auch für den Tierschutz relevant: Wir sollten die Zustände in den großen Hühnerfabriken überdenken, die nur darauf ausgerichtet sind, möglichst billig Fleisch und Eier zu produzieren.</p>
<p>Die Hierarchie des Hühnerhofs</p>
<p>Forscher haben fast 100 Jahre gebraucht, um herauszufinden, was im Gehirn von Hühnern vor sich geht. In den 1920er Jahren beschrieb <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thorleif_Schjelderup-Ebbe">der norwegische Biologe Thorleif Schjelderup-Ebbe (1894-1976)</a> erstmals die so genannte Hackordnung: Dominante Hühner setzen ihren Führungsanspruch durch, indem sie aufmüpfige Tiere mit einem scharfen Schnabelhieb zurechtweisen.</p>
<p>Erst 30 Jahre später zeichneten Nicholas und Elsie Collias (1914-2010 und 1920-2006) von der University of California in Los Angeles die unterschiedlichen Rufe der Hühner auf und entdeckten ein Repertoire von 24 Lauten, die anscheinend bestimmte Ereignisse bezeichnen. Droht beispielsweise eine Gefahr von oben, etwa ein hungriger Adler, so ducken sich die Tiere und stoßen sehr leise ein hohes »Iiii« aus. Das typische Gackern ertönt hingegen, wenn sich ein Bodenfeind nähert. Stoßen Hähne auf Futter, reagieren sie mit einer Serie von aufgeregten »Dock-dock«-Lauten – vor allem dann, wenn sie auf ein Weibchen in der Nähe Eindruck machen wollen.</p>
<p>Schon diese frühen Entdeckungen legten nahe, dass man das walnussgroße Hühnerhirn nicht unterschätzen darf. Die Rufe scheinen spezifische Informationen zu enthalten, die bei Artgenossen bestimmte Reaktionen auslösen sollen. Doch erst in den 1990er Jahren erlaubten neue Techniken, die Bedeutung der Rufe und Bewegungen zu entschlüsseln. An der Macquarie University in Sydney (Australien) setzte der Verhaltensforscher Chris Evans digitale Tonaufnahmegeräte und hochauflösende Fernsehapparate ein, um die Funktion der Hühnerrufe unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Im Prinzip schuf er für die Vögel eine virtuelle Realität: Er umgab einen Laborkäfig mit Bildschirmen, auf denen dem Huhn ein Gefährte, ein Konkurrent oder ein Fressfeind präsentiert wurde, und zeichnete seine Reaktionen auf. Das Huhn sah beispielsweise einen Habicht über sich, einen von der Seite attackierenden Fuchs oder einen Hahn, der eine Reihe von »Dock-dock«-Lauten ausstieß.</p>
<p>Das Ergebnis war eindeutig: Die Laute und Bewegungen eines einzelnen Huhns übermitteln spezifische Informationen, die von anderen verstanden werden. Ein Huhn muss den Raubvogel gar nicht selbst sehen, um sich angemessen zu verhalten; es genügt, wenn es den Warnruf eines Artgenossen hört. Die Rufe sind »funktional referenziell«, wie Verhaltensforscher sagen; das heißt, die Signale beziehen sich auf spezifische Objekte und Ereignisse, ähnlich wie menschliche Worte. Anscheinend entsteht durch den Ruf beim Empfänger ein mentales Bild des jeweiligen Objekts und löst die entsprechende Reaktion aus – Flucht vor einem Raubtier oder Annäherung an eine Futterquelle.</p>
<h4>Man darf das walnussgroße Hühnerhirn nicht unterschätzen</h4>
<p>In der virtuellen Laborwelt offenbarte sich zudem, dass Hühner ihre Botschaften an das Publikum anpassen. Entdeckt ein Hahn eine Bedrohung von oben, so stößt er einen Alarmruf aus, wenn ein Weibchen in der Nähe ist; doch bei Anwesenheit eines Rivalen bleibt er still. Hennen sind genauso selektiv: Sie schlagen nur dann Alarm, wenn sie Küken haben.</p>
<p>Die Laute drücken also nicht bloß aus, dass das Huhn gerade erschrocken oder hungrig ist. Vielmehr deuten die Tiere die Ereignisse und reagieren nicht blind, sondern mit wohlüberlegten Handlungen. Anscheinend denken Hühner, bevor sie handeln. Das hätte man dem kleinen Vogelhirn gar nicht zugetraut. Daraus ergeben sich spannende Fragen: Wenn die Vögel Informationen über die Umwelt mitzuteilen vermögen, können sie diese dann auch zurückhalten? Können sie sogar falsche Informationen streuen, wenn das zu ihrem Vorteil ist? Darüber gibt die Untersuchung anderer Kommunikationsformen Auskunft.</p>
<h4>Der Zweck heiligt die Mittel</h4>
<p>Seit den 1940er Jahren ist Verhaltensforschern bekannt, dass Hühner beim Entdecken von Nahrung ein kompliziertes Schauspiel aufführen. Am auffälligsten und bekanntesten ist das Futteranbieten, mit dem der dominante Alpha-Hahn ein Weibchen zu verführen sucht. Er bewegt seinen Kopf schnell hin und her und auf und ab; dabei pickt er Futter auf und lässt es wieder fallen, um dem Weibchen zu signalisieren, dass er etwas Schmackhaftes gefunden hat. Forscher dachten zunächst, die untergeordneten Männchen würden sich währenddessen bloß möglichst unauffällig verhalten, um nicht den Zorn des Alpha-Hahns zu erregen. Doch wie sich herausstellte, beherrschen Hühner faule Tricks, um die Hackordnung zu umgehen.</p>
<p>Das entging den Beobachtern anfangs, weil die Tiere rasch und oft heimlichtuerisch agieren; Hühner verstecken sich gern in hohem Gras und Gebüsch. Außerdem kann eine Person nicht gleichzeitig alle Hühner beobachten. Darum entwickelte eine von uns (Smith) ein Verfahren, das sie Chicken Big Brother nannte.</p>
<p>Die Freigehege an der Macquarie University sind weiträumig, dicht bewachsen und rundum von Netzen umgeben. Smith und ihr Team installierten dort zahlreiche hochauflösende Kameras und Mikrofone, um jede Bewegung und jeden Laut der Tiere zu erfassen. Wie erwartet krähte der Alpha-Hahn, um den Herrschaftsanspruch über seine Gruppe zu betonen. Er vollzog das Ritual des Futteranbietens, um Weibchen zu verführen. Und er stieß Alarmrufe aus, wenn Gefahr aus der Luft drohte.</p>
<p>Hingegen sorgten die untergeordneten Männchen für Überraschungen. Eigentlich hatte Smith erwartet, sie würden unter sich bleiben, um nicht vom Alpha-Hahn gejagt und mit Schnabel und Sporn traktiert zu werden, sobald er sie verdächtigte, sich seiner Favoritin zu nähern. Doch Kameras und Mikrofone erzählten eine andere Geschichte. Die untergeordneten Hähne zeigten ein gewieftes Verhalten, das man diesen Vögeln nie zugetraut hätte. Sie vollführten nur den sichtbaren Teil des Futteranbietens – Kopfbewegungen ohne »Dock-dock«-Rufe – und schufen damit ein neues Signal, mit dem sie ein Weibchen anlocken konnten, ohne dass der Alpha-Hahn etwas merkte.</p>
<p>Um die subtilen Lautäußerungen der Tiere genauer zu untersuchen, wollte Smith den Hühnern kleine Rucksäcke mit leichten schnurlosen Mikrofonen aufbinden. Aber wo sollte sie das passende Material finden? Büstenhalter wären die Lösung, dachte Smith. Sie suchte alte BHs mit einfachen Haken – vorzugsweise schwarz, damit sie nicht vom Federkleid der Hühner abstachen – und verwendete nur die Haken sowie die verstellbaren Träger, um die Mikrofone an den Hühnern zu befestigen. Diese Hilfskonstruktion mit dem Spitznamen Chicken Big Brother 2.0 nahm nun auf, was die Hühner signalisierten und was sie hörten.</p>
<p><strong>Wir verspeisen unzählige dieser intelligenten Tiere und sollten uns fragen, wie wir sie behandeln</strong></p>
<p>Smith interessierte besonders, wie die Tiere auf Gefahr reagieren. Warum stoßen Hähne manchmal Rufe aus, wenn sie einen Habicht oder andere Feinde erspähen, obwohl sie dadurch Gefahr laufen, selbst entdeckt und angegriffen zu werden? Forscher hatten vermutet, für den Hahn wiege der Schutz seiner Henne und der Küken das eigene Risiko auf. Smith fragte sich aber, ob weitere Faktoren das Rufverhalten beeinflussen.</p>
<p>Damit war sie auf der richtigen Fährte. Mit Chicken Big Brother 2.0 ließ sich zeigen, dass Hähne manchmal aus Eigennutz Alarm schlagen. Die Vögel nehmen eine Bedrohung für sich selbst, aber auch für ihre Rivalen wahr; sie rufen in der Regel, wenn sie zugleich ihr eigenes Risiko senken und das der Rivalen steigern können. Ein Hahn ruft eher dann, wenn er unter einem Busch in Sicherheit ist, während sein Rivale in offenem Gelände riskiert, vom herabschießenden Räuber gepackt zu werden. Wenn der Hahn Glück hat, schützt er sein Weibchen und schaltet gleichzeitig einen Konkurrenten aus.</p>
<h4>Kühne Männchen, einfühlsame Mütter</h4>
<p>Diese Strategie <a href="https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/risikohomoeostasetheorie/13075">ist als Risikokompensation bekannt</a>. Auch sie haben die Hühner mit uns Menschen gemein: Wir fahren tendenziell unvorsichtiger, wenn wir angeschnallt sind oder wenn das Auto mit einem Antiblockiersystem ausgerüstet ist. Ebenso sind Hähne kühner, wenn sie sich sicherer fühlen.</p>
<p>Die Liste der kognitiven Fähigkeiten der Hühner wird immer länger. Wie Giorgio Vallortigara von der Universität Trient (Italien) gezeigt hat, können Küken Zahlen unterscheiden und geometrische Objekte erkennen: Zeigt man ihnen ein unvollständiges Dreieck, identifizieren sie die komplette Form. Und 2011 demonstrierte Joanne Edgar von der University of Bristol (England), dass diese machtbewussten Vögel auch einfühlsam sein können.</p>
<p>In Edgars Experimenten beobachteten Glucken, wie ein harmloser Windstoß den Flaum ihrer Küken zerzauste. Die Küken fühlten sich dadurch bedroht und zeigten klassische Stresssymptome wie erhöhten Puls und niedrigere Augentemperatur. Interessanterweise wurden die Mütter von der Unruhe der Küken angesteckt. Sie zeigten die gleichen Stressanzeichen, obwohl sie den Windstoß nicht empfanden und die Küken offensichtlich nicht in Gefahr waren. Außerdem beruhigten die Hennen ihre Küken mit häufigeren Glucklauten. Demnach können Hühner den Standpunkt anderer Vögel einnehmen – eine Fähigkeit, die man sonst nur bei wenigen Arten kennt, etwa bei Raben, Eichhörnchen und Primaten.</p>
<p>Da das gewöhnliche Huhn mit anderen für ihre Klugheit bekannten Tieren nicht eng verwandt ist, ergeben sich daraus interessante Vermutungen über <a href="https://www.spektrum.de/thema/intelligenz/842324">den Ursprung der Intelligenz</a>. Vielleicht ist sie im Tierreich weiter verbreitet als bisher angenommen und entwickelt sich, sobald die sozialen Bedingungen einen geeigneten Nährboden bieten.</p>
<p>Unser Haushuhn erbte das kognitive Können vermutlich von seinem wilden Vorfahren, dem in den Wäldern Indonesiens und Chinas heimischen Bankivahuhn. Die ursprüngliche Hühnergesellschaft bestand aus mehr oder weniger stabilen Gruppen von 4 bis 13 Individuen unterschiedlichen Alters. Über jede Gruppe herrschte ein dominantes Pärchen. Wie in vielen Gesellschaften bekamen die Mächtigen, was sie wollten – Futter, Raum und Sex –, indem sie die Untergebenen einschüchterten. Die Männchen stolzierten vor den Weibchen auf und ab und versorgten sie mit Futter. Die Hennen beobachteten die Männchen sorgfältig, beurteilten sie nach ihren Taten und merkten sich, was jedes in der Vergangenheit vollbracht hatte; den hinterhältigen und bösartigen wichen sie aus. Die Reputation eines Hahns war wichtig für den langfristigen Erfolg bei den Hennen, und der Wettkampf um die Weibchen wurde erbittert geführt.</p>
<p>Nicht nur die Konkurrenz innerhalb der Gruppe forderte die mentalen Fähigkeiten heraus. Die Tiere wurden auch von außen bedroht, zum Beispiel von Fressfeinden wie Füchsen und Habichten, und jede dieser Gefahren erforderte ein anderes Fluchtverhalten. Das Federvieh musste intelligente Strategien entwickeln, um mit seinesgleichen und mit äußeren Bedrohungen zurechtzukommen – und um darüber zu kommunizieren. Diese Fähigkeiten hat das Haushuhn behalten.</p>
<p>Wir verspeisen unzählige dieser intelligenten Tiere und sollten uns fragen, wie wir sie behandeln. Denn wir pferchen Vögel, die in der Wildnis in kleinen Gruppen leben, mit bis zu 50 000 anderen auf engstem Raum zusammen. Die natürliche Lebenserwartung von annähernd zehn Jahren schrumpft bei Masthähnchen auf sechs Wochen. Sie werden so früh getötet, weil man sie für rasches Wachstum gezüchtet hat; ältere Tiere würden an Herzerkrankungen, Osteoporose und Knochenbrüchen leiden. Den meisten Legehennen ergeht es kaum besser: Sie leben nur 16 Monate auf einer Fläche von 0,11 Quadratmeter.</p>
<p>Erst die von den sozial lebenden Vorfahren ererbte Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ermöglicht dem Haushuhn sein elendes Dasein; es überlebt sogar unter den unnatürlichen Bedingungen der Intensivtierhaltung. Daran wird sich nichts ändern, solange sich die meisten Menschen nicht um die Herkunft ihrer Nahrung kümmern und nicht wissen, welche bemerkenswerten Fähigkeiten Hühner haben.</p>
<p>Immerhin ändert sich allmählich das Konsumverhalten. In Europa und in einigen Staaten der USA verbessern neue Gesetze die Unterbringung von Legehennen. Doch die Bedingungen, unter denen Masthähnchen aufgezogen werden, sind den meisten Menschen kaum bewusst.</p>
<h4>Der virtuelle Gockel</h4>
<p>Da Hühner einander bereitwillig auf Fernsehschirmen beobachten, entwickelte eine von uns (Smith) mit Hilfe der in modernen Kinofilmen verwendeten Computeranimationstechnik einen täuschend echt wirkenden virtuellen Hahn. Damit konnten Smith und ihr Team studieren, was das Ausdrucksverhalten der Tiere bedeutet und wie sie einander wahrnehmen. Auf diese Weise löste sich auch das alte Rätsel, warum der Gockel einen Kehllappen besitzt, ein schlaff vom Schnabel herabhängendes Stück Haut.</p>
<p>Beim Ausdrucksverhalten »Futteranbietern« signalisiert der Hahn begehrten Partnerinnen durch verführerisches Kopfwackeln, dass er Futter gefunden hat. Der Kehllappen schwingt dabei mitunter so heftig hin und her, dass er rechts und links an den Kopf schlägt.</p>
<p>Jahrzehntelang blieb der Nutzen des Kehllappens rätselhaft. Smith vermutete, er mache das Futteranbieten auffälliger und dadurch den Hahn attraktiver. Natürlich konnte sie schlecht einem lebenden Hahn das Hautstück abschneiden, um die Reaktion der Weibchen zu beobachten. Stattdessen schuf sie einen virtuellen Hahn, der einer echten Henne das Futteranbieten vorspielte, und variierte Größe und Flexibilität des Anhängsels. Wie sich zeigte, lenkt ein Kehllappen die Aufmerksamkeit der Hennen geradezu hypnotisch auf den Hahn, der Futter zu bieten hat. Der Gockel bezahlt für seinen Kopfschmuck vermutlich einen Preis: Ein großer Lappen erfordert einen erhöhten Testosteronspiegel; das schwächt das Immunsystem und somit die Gesundheit. Doch das Opfer an Lebenszeit macht sich durch erhöhte Fortpflanzungschancen bezahlt.</p>
<p>Manchmal schuf die Intelligenz der Hühner bei den Tests unerwartete Probleme. Oft störte ein Vogel das Experiment, indem er ein völlig unerwartetes Verhalten zeigte. Bei einem Versuch konnte eine Henne den Film eines Hahns beim Futteranbieten betrachten, musste aber zunächst hinter einer ferngesteuerten Tür warten.</p>
<p>Die Henne mit dem Spitznamen 007 war für ihre Aufmüpfigkeit bekannt. Während sie hinter der Tür warten sollte, begann sie mit ungeduldigen Kopfbewegungen den Schließmechanismus zu untersuchen. Nach wenigen Augenblicken zog 007 sorgfältig den Draht ab, der den Riegel geschlossen hielt. Die Tür ging auf, und die Henne hatte vor sich, was sie wollte: den Hahn mit dem Futter. Nach diesem einen Versuch wartete 007 niemals mehr hinter der Tür. Obwohl die Forscher den Schließmechanismus mehrmals veränderten, kam ihnen 007 jedes Mal auf die Schliche und öffnete die Tür selbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Quellen</strong></em></p>
<p><strong>Smith, C. L. et al.:</strong> Tactical Multimodal Signalling in Birds: Facultative Variation in Signal Modality Reveals Sensitivity to Social Costs. In: Animal Behavior 82, S. 521–527, 2011</p>
<p><strong>Smith, C. L., Johnson, J.:</strong> The Chicken Challenge: What Contemporary Studies of Fowl Mean for Science and Ethics. In: Between the Species 15, S. 75–102, 2012</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Unser Gründungsmitglied Nadine über die heilende Wirkung der Hühnerrettung.</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/unser-gruendungsmitglied-nadine-ueber-die-heilende-wirkung-der-huehnerrettung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2022 10:57:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte & Aktuelles]]></category>
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		<title>Graf Zahl, wo bist Du …?</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/graf-zahl-wo-bist-du/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2022 21:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine & Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, wo bist Du, wenn man Dich braucht? Nach wie vor scheint das „Zählen“ an den Boxen vor dem Stall ein ähnlich großes Problem zu sein, wie das Zählen der Betreiber bei der Bestandsaufnahme ihrer Hühner-Anzahl im Stall. Und so kommt es immer wieder zu ganz skurrilen Situationen während unserer Rettungen. Nach einer bereits 2010&#8230;</p>
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	<p>Ja, wo bist Du, wenn man Dich braucht? Nach wie vor scheint das „Zählen“ an den Boxen vor dem Stall ein ähnlich großes Problem zu sein, wie das Zählen der Betreiber bei der Bestandsaufnahme ihrer Hühner-Anzahl im Stall. Und so kommt es immer wieder zu ganz skurrilen Situationen während unserer Rettungen.</p>
<p>Nach einer bereits 2010 vorgelegten Studie italienischer Forscher können Hühner-Küken bereits unmittelbar nach dem Schlupf rechnen. Die Winzlinge sind in der Lage, große von kleinen Mengen zu unterscheiden. Die Küken haben arithmetische Fähigkeiten, wie die Forschenden der Universitäten Trient und Padua im Fachjournal „<em>Proceedings of the </em><em>Royal Society B“</em> veröffentlichten. Also sind bei uns die Geretteten den Rettern offensichtlich deutlich überlegen … zumindest in Sachen Mathematik.</p>
<p>Unsere beiden April-Rettungen im Ruhr-Pott haben wie angekündigt mit überschaubaren Hennen-Anzahlen stattgefunden. Erfreulicherweise waren nur ganz wenige Pflegis dabei. In der ersten Rettung mit 132 Hühnern wurde lediglich eine Henne mit Kropfbruch aussortiert und in der Folgewoche erfolgreich operiert. Sie läuft inzwischen munter und frech bei unserem Robert rum. In dieser Rettung stimmte auch die vorangemeldete Hennen-Zahl mit der tatsächlichen einigermaßen überein. Die üblichen 10 bis 20 Plus-Minus-Hühnchen kalkulieren wir bei einer solchen Zahl vorsorglich ein. Trotzdem passiert es im Eifer des Gefechts immer wieder, dass man sich bei Einpacken der Hühner am Stall in die großen Boxen mal verzählt. Und so gibt es Boxen mit neun oder elf Hennen statt mit den kalkulierten zehn Tieren, also starten Transporte mit etwas „unrunden“ Zahlen zu den Übergabeorten. Da aber unsere Abnehmer aber gerne mal mehr als ein Auge zudrücken, haben sie auch nie etwas dagegen, ein Huhn mehr oder weniger mitzunehmen.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1811 alignright" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/05/1c6dbd63-7257-4c1f-a1a8-d8df8a504511-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/05/1c6dbd63-7257-4c1f-a1a8-d8df8a504511-225x300.jpg 225w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/05/1c6dbd63-7257-4c1f-a1a8-d8df8a504511-768x1024.jpg 768w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/05/1c6dbd63-7257-4c1f-a1a8-d8df8a504511-1152x1536.jpg 1152w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/05/1c6dbd63-7257-4c1f-a1a8-d8df8a504511.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Die zweite Rettung trieb uns dann schon den Schweiß auf die Stirn, denn die genannten 230 Hühner entpuppten sich als lediglich 170 Hennen und statt drei Gockel waren es tatsächlich vier. Dann noch ein paar Zählfehler an den Boxen und das lustige Hühner-Verschieben an den Übergabeorten nahm seinen Lauf. Graf Zahl lässt grüßen … Bei dieser Rettung waren lediglich zwei nackte und zwei etwas schwache Hennen, die als Pflegies eingestuft werden mussten. Diese vier sind ebenfalls gut untergebracht und erfreuen sich inzwischen eines glücklichen Hühner-Rentner-Lebens.</p>
<p>Auch der vierte, überzählige Hahn hat ein tolles Zuhause gefunden und bewacht eine Hennenschar.</p>
<p>Und so möchten wir uns, wie so oft, aber trotzdem nicht minder herzlich bei allen Abnehmern und Helfern für den reibungslosen Ablauf und die tolle Zusammenarbeit bedanken. Ihr macht es immer wieder möglich, dass den Hühnern der grausame Weg zum Schlachthof erspart bleibt und, dass sie stattdessen ein wunderbares Leben geschenkt bekommen.</p>
<p>Bitte seid alle so lieb und denkt an unsere große Sommerrettung, zu er wir den genauen Termin noch mitteilen werden, denn dann müssen wir mit geballter Kraft möglichst viele Plätze für hunderte Hennen finden.</p>
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		<title>Ein Ostergruß aus Tradition</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/ein-ostergruss-aus-tradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2022 11:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte & Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Ostergruß der Hühnerrettung ist eine Gratwanderung … verherrlichen wir ein Fest, das den Eierkonsum alljährlich in sphärische Höhen treibt oder lenken wir die Aufmerksamkeit des Verbrauchers auf die Missstände in der Industrie? Ostern ist hauptsächlich ein Fest des Christentums und dreht sich um Jesus Tod und seine Auferstehung. Mit viel Symbolik wird alljährlich im&#8230;</p>
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	<p>Ein Ostergruß der Hühnerrettung ist eine Gratwanderung … verherrlichen wir ein Fest, das den Eierkonsum alljährlich in sphärische Höhen treibt oder lenken wir die Aufmerksamkeit des Verbrauchers auf die Missstände in der Industrie?</p>
<p>Ostern ist hauptsächlich ein Fest des Christentums und dreht sich um Jesus Tod und seine Auferstehung. Mit viel Symbolik wird alljährlich im Einzelhandel vom Schokoladen-Ei bis zum Biscuit-Lamm alles in die Auslage gebracht, was das Herz des Verbrauchers anspricht und sein Portemonnaie öffnet. Dabei symbolisiert das (Oster-)Ei Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Die Wiedergeburt in eine hoffentlich bessere Welt ist den Hennen, die für die meisten im Handel erhältlichen Eier gesorgt haben, auch dringend zu wünschen, denn der überwiegende Teil der Hennen in der Lege-Industrie fristet nach wie vor sein Dasein in dunklen, stickigen Hallen unter tierschutzwidrigen Bedingungen. Was nach ihrem Einsatz im Hühnerarbeitslager mit diesen Hennen passiert, ist wohl inzwischen jedem aufmerksamen Leser bekannt.</p>
<p>Das Osterlamm ist in seiner Symbolik und deren perfider „kulinarischer“ Umsetzung kaum zu überbieten. Steht das Lamm für den Sohn Gottes, der seine Sünden für die Menschheit auf sich genommen hat und für sie gestorben ist, wird es zu Ostern als Jungtier seiner Mutter entrissen, zu Hunderten auf Transporter gepfercht und zum Schlachthof gefahren. Dort werden die Lämmer vom sogenannten Judas-Schaf (welch wirklich passende Symbolik!) in den Schlachthof gelockt und unter Betäubung … teils aber auch versehentlich ohne, Fehler sind halt menschlich … dem finalen Kehlschnitt zugeführt. Am Ostersonntag dann auf dem Teller fein angerichtet, vorher noch ein Tischgebet und Ostern ist perfekt. Als kleines Gastgeschenk wird ein bereits gefärbt gekauftes Ei gereicht. Diese müssen nicht gestempelt sein, sie stammen oft aus osteuropäischen Betrieben deren Haltungsstandards die der unseren noch weit unterbieten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1792 alignright" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/04/Huhweb2-300x225.jpg" alt="" width="228" height="171" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/04/Huhweb2-300x225.jpg 300w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/04/Huhweb2-1024x768.jpg 1024w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/04/Huhweb2-768x576.jpg 768w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/04/Huhweb2-1536x1152.jpg 1536w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/04/Huhweb2-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px" /></p>
<p>Meist kommt spätestens eine Woche vor Ostern der kritische Teil, der die Familienbande schier zu sprengen droht. Der „normale“ Teil der Familie ruft an und lädt zum Oster-Essen. Der geneigte Tierschützer spricht mehr oder weniger vorsichtig eine vegane oder wenigstens vegetarische Alternative des Menüs an und dann startet die übliche Diskussion: „Das haben wir schon immer so gemacht. Das ist Tradition, zu Ostern kommt Lamm auf den Tisch! Und bunte Eier!“ Es startet ein Hin und Her aus Argumenten und Wortklaubereien und schon herrscht helle Aufregung. Muttern ist entsetzt, Vater entzieht sich der Debatte, Oma freut sich doch nur auf die Enkel … ihr kennt das ja.</p>
<p>Leute, wir alle lieben Familienfeste, oder? Und natürlich lieben wir unsere Familien. Können wir nicht alle zusammen ein paar Traditionen über den Haufen werfen und in der Hoffnung auf eine bessere Welt gemeinsam mit kleinen Dingen anfangen, die Zukunft unseres Planeten in die Hand zu nehmen und ihn ein bisschen lebenswerter machen? Fangt mit einigen Kaufentscheidungen an. Ersetzt doch einfach mal das Ei im Kuchenteig durch eine Banane oder eine andere pflanzliche Alternative. Nehmt die Eier für Ostern von euren eigenen Hühnern oder denen von Freunden und Nachbarn. Malt sie selbst an. Kunst ist dabei, was gefällt … Blümchen, Häschen, Kubismus, egal, Hauptsache selbst gemacht. Macht euch schlau, wo in eurer Nähe Tierschutzhöfe sind und schaut, ob ihr euren Kindern und Enkeln dort lebendige Osterlämmer zeigen könnt. Die kann man streicheln! Und wenn man im Sommer wieder hinfährt, sind sie groß geworden und nicht auf einem Teller gelandet. In diesem Sinne: Frohe Ostern!</p>
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		<title>02.03.2022 Willy ist mit fast 2 ½ Jahren gestorben.</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/02-03-2022-willy-ist-mit-fast-2-%c2%bd-jahren-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2022 11:59:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte & Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leider müssen wir euch heute mitteilen, dass unser Masthahn Willy von unserer vogelkundigen Tierärztin eingeschläfert werden musste. Mit viel Wissen berät sie uns bei allen Fragen rund um die Gesundheit unserer Hühner und hat bei Willy eine Achillessehen -Problematik diagnostiziert, die ihm das Laufen nicht mehr schmerzfrei möglich macht. Diese Krankheit bzw. Fehlstellung, ist ein&#8230;</p>
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	<p>Leider müssen wir euch heute mitteilen, dass unser Masthahn Willy von unserer vogelkundigen Tierärztin eingeschläfert werden musste. Mit viel Wissen berät sie uns bei allen Fragen rund um die Gesundheit unserer Hühner und hat bei Willy eine Achillessehen -Problematik diagnostiziert, die ihm das Laufen nicht mehr schmerzfrei möglich macht. Diese Krankheit bzw. Fehlstellung, ist ein typisches Problem bei Maststieren, die einfach nur als Qualzucht bezeichnet werden kann und unserer Meinung nach verboten werden sollte.</p>
<h3><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1765 alignleft" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2021/02/Juni4-255x300.jpg" alt="" width="255" height="300" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2021/02/Juni4-255x300.jpg 255w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2021/02/Juni4.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /></strong></h3>
<p>Immerhin konnte Willy dank gezielter und konsequenter Diät ganze 2 ½ Jahre das Leben im Garten genießen, in Sand und Sonne baden, scharren, picken und sich in einer Hackordnung einfügen – ganz in Gegenteil zu den 626 Millionen Masthühnern, die 2021 in Deutschland geschlachtet wurden.</p>
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		<title>Die Blitzrettung im Februar</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/die-blitzrettung-im-februar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 11:47:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine & Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Begeisterung über eure spontane und immer wieder überwältigende Hilfsbereitschaft, möchten wir euch heute von unserer kleinen, etwas speziellen Rettung berichten. Nicht wie sonst üblich, haben wir am 20. Februar 80 bunt gemischte Rassehennen und vier Hähne gerettet. Der Landwirt, mit dem wir zum ersten Mal kooperierten, hält ganz bewusst, teils aus eigener Zucht, verschiedene&#8230;</p>
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	<p>Mit Begeisterung über eure spontane und immer wieder überwältigende Hilfsbereitschaft, möchten wir euch heute von unserer kleinen, etwas speziellen Rettung berichten. Nicht wie sonst üblich, haben wir am 20. Februar 80 bunt gemischte Rassehennen und vier Hähne gerettet. Der Landwirt, mit dem wir zum ersten Mal kooperierten, hält ganz bewusst, teils aus eigener Zucht, verschiedene Rassehühner zwecks Eierproduktion in einer Mobilstallhaltung. Diese Tiere bleiben in der Regel länger (2½ Jahre) als anderweitig gehaltene Legehennen auf dem Hof, aber wenn die Legeleistung zu sehr nachlässt, werden auch diese Hennen aussortiert, geschlachtet oder, wie in diesem Fall, von uns gerettet.</p>
<p>So war es uns möglich 80 Hennen und vier Hähne aus dieser „alternativen“ Haltung zu retten. Es waren hauptsächlich Marans, Vorwerk und Araucaner.</p>
<p>Die Hühnerrettung kam durch Zufall bzw. aufgrund eines Tipps einer aufmerksamen Tierschützerin ins Spiel und unsere ebenso kurzfristige wie spontane Rettung nahm ihren Lauf. Am Dienstag hat das erste Telefonat mit dem Landwirt stattgefunden, am darauffolgenden Mittwoch hat sich unser Rettungsteam besprochen und organisiert, Donnerstag wurde der Aufruf veröffentlicht und Freitag waren alle Hennen vermittelt. Ruck zuck eben!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1761 alignleft" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Maran-300x215.jpg" alt="" width="253" height="181" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Maran-300x215.jpg 300w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Maran-1024x732.jpg 1024w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Maran-768x549.jpg 768w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Maran-1536x1099.jpg 1536w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Maran.jpg 1598w" sizes="auto, (max-width: 253px) 100vw, 253px" /></p>
<p>Am Sonntag hat dann die sehr entspannte, wenn auch ziemlich verregnete und matschige Rettung stattgefunden. Alles hat wie gewohnt prima funktioniert und nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“, haben wir mit Gummistiefel und Regenmantel unsere erste Rettung in diesem Jahr durchgeführt.</p>
<p>Die einzige Schwierigkeit bei der Aktion war, dass wir sehr genau kontrollieren mussten, dass immer zwei Hennen einer Rasse zusammenbleiben sollten. Die Notwendigkeit des Sortierens hat uns bei der Ausstallung und Verteilung in die Transportboxen ziemlich auf Trab gehalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1759 alignright" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorwerkweb2-300x215.jpg" alt="" width="283" height="203" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorwerkweb2-300x215.jpg 300w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorwerkweb2-1024x732.jpg 1024w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorwerkweb2-768x549.jpg 768w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorwerkweb2-1536x1099.jpg 1536w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorwerkweb2.jpg 1598w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch bei dieser Rettung haben wir ein paar Pflegehennen aussortieren müssen, die erstmal medizinisch und teilweise ärztlich versorgt werden mussten.</p>
<p>Wir bedanken uns wie immer ganz herzlich für eure Hilfsbereitschaft und euren Einsatz.</p>
<p>Natürlich freuen wir uns schon sehr auf die kommenden Rettungen in 2022! Vielleicht sehen  wir uns ja schon zur Osterrettung oder zu unserer großen Rettung im Sommer.</p>
<p>&nbsp;</p>
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</div><p>The post <a href="https://huehnerrettung.de/die-blitzrettung-im-februar/">Die Blitzrettung im Februar</a> appeared first on <a href="https://huehnerrettung.de">Hühnerrettung NRW</a>.</p>
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		<item>
		<title>Vor der Rettung, nach der Rettung … und dazwischen?</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/vor-der-rettung-nach-der-rettung-und-dazwischen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 15:01:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte & Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oftmals liegen zwischen den einzelnen Rettungen unserer Hennen drei bis vier Monate. Und Ihr fragt Euch sicher, was wir in dieser Zeit machen. Wir liegen in unserer Freizeit faul rum und frönen unseren dekadenten Hobbys! Nee, Quatsch: Neben den ganz normalen Vereins- also Bürotätigkeiten, wie Bestandslisten für Verbrauchsmaterial führen, Website pflegen, potenzielle Betreiber zur Abgabe&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fl-builder-content fl-builder-content-1743 fl-builder-content-primary fl-builder-global-templates-locked" data-post-id="1743"><div class="fl-row fl-row-fixed-width fl-row-bg-none fl-node-gn5de1yo730r fl-row-default-height fl-row-align-center" data-node="gn5de1yo730r">
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	<p>Oftmals liegen zwischen den einzelnen Rettungen unserer Hennen drei bis vier Monate. Und Ihr fragt Euch sicher, was wir in dieser Zeit machen. Wir liegen in unserer Freizeit faul rum und frönen unseren dekadenten Hobbys! Nee, Quatsch: Neben den ganz normalen Vereins- also Bürotätigkeiten, wie Bestandslisten für Verbrauchsmaterial führen, Website pflegen, potenzielle Betreiber zur Abgabe ihrer Hennen an uns bewegen und, und, und … gibt es immer wieder sogenannte „kleine Rettungen“. Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Angelegenheiten. Manchmal melden sich Privatpersonen, die aufgrund von Krankheit, Schicksalsschlägen oder gar Todesfällen in der Familie Hühnerhaltungen aufgeben müssen. Dann haben wir oft noch ein bisschen Vorlaufzeit, um die Tiere in Ruhe zu vermitteln. Das sind recht unspektakuläre Einsätze, bei denen es sich meist um eine überschaubare Zahl Hennen und (manchmal auch) Hähne handelt.</p>
<p>Hektisch wird es, wenn ausgesetzte Tiere gemeldet werden. Dabei handelt es sich meistens um arme Hähne, die gewollt oder ungewollt erbrütet wurden und aufgrund erboster Nachbarn (Lärmbelästigung) oder Streitereien unter mehreren Hähnen nicht mehr gehalten werden können. Wenn die Besitzer dann nicht mehr ein und aus wissen, greifen sie zum einfachsten und für die Tiere qualvollsten Mittel, sie setzen sie einfach irgendwo aus. Dann ist schnelles Handeln gefragt, denn domestizierte Tiere kommen in der freien Natur nicht klar. Neben Futtermangel sind sie schutzlos den Elementen wie Kälte, Hitze, Regen und natürlich jeder Menge Fressfeinden ausgesetzt. Nicht zuletzt fallen sie als „verwilderte“ Haustiere unter das Jagdrecht und dürfen gesetzeskonform von Jägern erschossen werden. Und so stehen wir dann gleich vor mehreren Problemen: Zuerst müssen wir die meist verängstigten, gestressten Tiere einfangen. Danach brauchen sie eine Notunterkunft und das ist bei Hähnen bekanntermaßen schon schwierig. Und zuletzt brauchen sie einen Platz für den Rest ihres Lebens. Das ist dann der Moment, in dem wir uns an Euch wenden und Euch darum bitten, einen der Jungs aufzunehmen.<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1745 alignleft" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Unbenannt-217x300.jpg" alt="" width="165" height="228" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Unbenannt-217x300.jpg 217w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Unbenannt-740x1024.jpg 740w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Unbenannt-768x1062.jpg 768w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Unbenannt.jpg 1044w" sizes="auto, (max-width: 165px) 100vw, 165px" /></p>
<p>Leider wird die Liste unserer Vermittlungshähne immer länger, da das Problem kaum aus der Welt zu schaffen ist. Neben Hühnern, die einfach mal heimlich, unentdeckt vom Besitzer, eine Brut durchführen und urplötzlich mit zig Küken im Schlepptau wieder auftauchen, gibt es leider auch immer wieder die ach so gut gemeinten Kindergarten- und Grundschulprojekte. In denen sollen die Kinder sehen/lernen, wie aus unscheinbaren zehn Eiern zehn zuckersüße Küken werden. Dass rein statistisch dabei auch fünf Hähne rauskommen, hat keiner der Verantwortlichen vorher bedacht. Bei uns keimt inzwischen der Verdacht auf, dass sich mindestens neuneinhalb Hähne aus zehn Eiern ergeben. Anders ist die Quote der Anfragen zur Abgabe der Hähne kaum zu erklären. Dass daraus resultierende Leid der Hähne wird kaum jemandem gewahr Auch im privaten Bereich taucht die Argumentation mit den „süßen Küken“ immer wieder auf. „Unsere Kinder sollten einmal sehen, wie niedlich das ist …“, „Ich wollte, dass meine Henne einmal Mutterglück erfährt …“. Und während genau hier offensichtlich Wert auf das „psychische“ Wohl der Tiere gelegt wird, ist es ist physischen Bereich meist ganz anders. Auf unsere Nachfrage, ob die Tiere regelmäßig geimpft und entwurmt wurden, ernten wir oft erstaunte und fragende Blicke. Denn mit dem Wissen um die gesetzliche NCD-Pflichtimpfung scheint es im Hobbyhalter- und Züchter-Bereich oft nicht weit her zu sein. Und auch die für die Hühner wichtige regelmäßige Entwurmung wird gerne mal vergessen.<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-945 alignright" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2020/05/Bild-1-300x300.jpg" alt="" width="191" height="191" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2020/05/Bild-1-300x300.jpg 300w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2020/05/Bild-1-150x150.jpg 150w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2020/05/Bild-1.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px" /></p>
<p>Einsätze, die wir trotz der oft bewegenden Begleitumstände, gerne machen, sind die, bei denen uns das Veterinäramt, Ordnungsamt oder gar die Polizei um Mithilfe bitten. Es geht dabei häufig um Beschlagnahmungen aus nicht tiergerechten Haltungen. Sicherlich ist die Auffindesituation dann für uns eher bedrückend, aber das Gefühl, die Hühner zu retten und in ein besseres Leben zu bringen ist schön. Und nicht zuletzt gibt man auch den Vorbesitzern die Chance auf einen Neustart, denn es handelt sich in den allermeisten Fällen tatsächlich nicht um „schlechte“ Menschen, sondern um reine Überforderung durch eine Masse an Tieren, um falsch verstandene Tierliebe oder ganz einfach um „gut gemeint ist oft nicht gleich gut gemacht“. Dann ist durch einen schnellen Einsatz allen Seiten geholfen.</p>
<p>Besonders kleine Rettungen, die oft „nur“ ein Huhn umfassen, entstehen, wenn Betreiber kleiner bis mittelgroßer Legebetriebe ihre Hennen nicht nur gut beobachten, sondern auch an ihrem Wohlergehen interessiert sind. Sie holen dann die kränkelnden oder verletzten Tiere aus ihrer Herde heraus und melden sich bei uns. Oft ist es uns möglich, diese Tiere wieder gesundzupflegen und weiterzuvermitteln oder in unseren eigenen Hühnerscharen unterzubringen. So läuft in Mönchengladbach bei Kiki zum Beispiel TockTock rum, die mit einem Trümmerbruch aus einer Hühner-Mobilstall-Haltung geborgen wurde. Industriell gesehen, wäre sie „erlöst“ worden. Durch ihre Rettung wurden Fuß und Unterschenkel amputiert und TockTock hat eine Prothese erhalten, mit der sie der Handicap-Hennen-Gruppe gut zurechtkommt.</p>
<p>Kleine Rettungen können auch bedeuten, dass recht „bäuerliche, naturnahe“ Kleinbetriebe 30 oder 50 Hennen ausstallen und sich aufgrund der Nähe, die sie zu den Tieren aufgebaut haben, schwer damit tun, diese zum Schlachter zu geben. Natürlich sind wir als Hühnerrettung NRW vorrangig darauf fixiert, Hennen aus der Massentierhaltung ans Licht der Öffentlichkeit zu holen, aber manchmal können wir halt nicht „nein“ sagen und helfen aus. Dann kommt ein kurzer, regionaler Aufruf und eine solche Rettung geht schnell über die Bühne.</p>
<p>Ihr seht also, so ganz ohne Federvieh halten wir es auch zwischen den großen Rettungen nicht aus. Die, die uns schon länger kennen, wissen ja auch: „Hühner machen süchtig!“. Und daher wenden wir uns bei den ganz kurzfristigen Notfällen immer zuerst an unsere „Widerholungstäter“, also die Abnehmer, die uns schon lange die Treue halten und immer wieder Hühner aufnehmen. Denn wir wissen, so lange im Stall noch ein Plätzchen frei ist, helft ihr uns und nehmt das eine oder andere Hühnchen auf.<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1746 alignnone" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Stall-300x225.jpg" alt="" width="207" height="155" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Stall-300x225.jpg 300w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Stall-768x576.jpg 768w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/02/Stall.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px" /></p>
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		<title>Die glücklichen 1066 von über 35.000</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/rettungsbericht-12-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 14:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine & Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schon so oft, lagen bei unserer Rettung am 18. Dezember in Breckerfeld Freude und Leid nah beieinander. In der dortigen Bodenhaltungshalle werden ca. 35.000 Hennen gehalten. Die Halle ist mittig durch eine Gitterwand in zwei Abteile à 17.000 Hennen räumlich geteilt...</p>
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	<p>Wie schon so oft, lagen bei unserer Rettung am 18. Dezember in Breckerfeld Freude und Leid nah beieinander. In der dortigen Bodenhaltungshalle werden ca. 35.000 Hennen gehalten. Die Halle ist mittig durch eine Gitterwand in zwei Abteile à 17.000 Hennen räumlich geteilt.<br />
Wir durften insgesamt 1050 Hennen und zusätzlich noch 5 Hähne aus privaten Notfällen retten und an liebe Adoptanten weitergeben.</p>
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	<p>Allerdings mussten wir 16.000 Hühner im Stallabteil zurücklassen, welche zwei Tage später zur Schlachtung ausgestallt wurden. In einem solchen Fall ist es ein leichtes, den Besitzer der Anlage an den Pranger zu stellen. Das ist aber falsch und keinesfalls der richtige Weg, das System zukünftig zu verbessern. Vielmehr sind wir alle gefragt, etwas zu verändern. Das fängt beim Verbraucher an, der seine Kaufentscheidungen kritisch hinterfragen sollte, geht über die Industrie, die ihre Produktion in naher Zukunft umstrukturieren muss und endet am wichtigsten Punkt, nämlich der Politik, die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion wieder rentabel und umwelt- sowie vor allem tierfreundlich gestalten muss. Zukunft und Wandel geht einfach alle an.<br />
So, genug Politik, kommen wir zu den Fakten. Herr Baumeister, der Betreiber der Bodenhaltung, war so freundlich, uns kostenlos 1050 Hennen zu überlassen.</p>
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	<p>Diese stallten wir nachmittags zur Ruhezeit der Hühner aus. Die Hennen waren bereits im Schlafmodus und ließen sich problemlos einfangen. Natürlich sind bei einer solchen Zahl auch ein paar „Pflegies" dabei und so wurden einige Hühner in Einzelboxen gepackt und entweder auf Pflegestellen gebracht oder am folgenden Montag in den jeweiligen Tierarztpraxen vor Ort vorgestellt, um dort im Bedarfsfall operiert zu werden. Eine Henne musste leider direkt am Samstagabend von Dr. Tüllmann erlöst werden. Sie hatte einen riesigen, verstopften Kropf und den Stoffwechsel bereits eingestellt. Wir hatten ein Huhn eingefangen, welches den Sterbemodus bereits unumkehrbar eingeleitet hatte, sodass unsere Doc Tülli der Kleinen den Weg nur noch erleichtern konnte. Eine weitere Henne starb am Montag unmittelbar nach einer aufwendigen Operation, bei der alte Schichteier, Flüssigkeit und Zysten entfernt wurden. Zuerst wirkte sie fit und lebensfroh, aber nach einigen Stunden ging es leider steil bergab.<br />
Die schönste Geschichte lieferte uns „Blume". Die kleine, viel zu leichte Henne kam in Mönchengladbach an und wir fragten uns: „Sollen wir kämpfen oder lassen wir sie friedlich sterben?". Sie bestand nur aus Haut und Knochen, war blass und ihr war kaum ein Lebenszeichen zu entlocken. Als Sandra sie auf den Schoß nahm, ließ sich die Kleine jedoch hinreißen, nach ihr zu beißen. Und wer beißen kann, kann auch um sein Leben kämpfen, also haben wir ihr Flüssignahrung eingegeben und sie in eine Wärmebox gelegt. Nach einigen Stunden zeigte sich, dass der Stoffwechsel lief, denn was wir vorne reingetan hatten, kam hinten wieder raus. Also haben wir nachgelegt und der kleinen Henne weitere Nahrung eingegeben. Dabei hatte Janina sie auf dem Schoß und war direkt derartig verliebt, dass sie die Henne nicht nur spontan adoptierte, sondern ihr auch den Namen „Blume" gab. Inzwischen erhalten wir Fotos und Videos von Blume, die jeden Tag ein bisschen mehr aufdreht und einen Raketenstart in ihr neues, freies Hühnerleben hinlegt.</p>
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	<p>Ein weiteres Dankeschön an Herrn Baumeister und seine Mitarbeiter ist dem Umstand geschuldet, dass sie uns am Dienstag nach der offiziellen Ausstallung anriefen und berichteten, dass der Trupp des Schlachttransports einige Hennen „übersehen" habe und diese durch die leere Halle laufen. Wir könnten diese noch abholen. Dazu muss gesagt werden, dass das vollkommen normal ist, grundsätzlich bleiben Hennen nach beinahe jeder Ausstallung zurück und fallen im schlimmsten Fall, wenn Betreiber unaufmerksam sind, den Reinigungsmaschinen zum Opfer. Unser Robert sauste nach dem Anruf sofort los und konnte weitere 16 Hennen abholen, die teilweise noch an Adoptanten gingen und teils einfach bei Robert blieben. So hat jedes von uns ausgestallte Huhn ein Lebensplatz gefunden und darf ab jetzt seine wohlverdiente Hühnerrente genießen.<br />
Liebe Adoptanten, Unterstützer und Freunde, wie so oft, bleibt uns zum Schluss nur zu sagen, dass das alles ohne Euch nicht möglich wäre. Bleibt wie Ihr seid! Macht weiter so, macht Hühner und andere Lebewesen glücklich und rutscht gut in ein neues Jahr. 2022 warten viele Hennen und Hähne auf uns alle, die ihre Hoffnung auf ein gutes Leben in uns setzen. Die Tiere brauchen Euch, also erholt Euch gut und genießt die schönen Feiertage.</p>
<h2>Die tierliebsten Grüße<br />
Eure Hühnerrettung NRW e.V.</h2>
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		<title>Puten – die großen Geschwister unserer Hühner</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/1732/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2022 16:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte & Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die aus Amerika stammende Pute ist die domestizierte Form des Truthuhns. Sucht man im Internet nach Informationen zu diesen stolzen und besonderen Tieren, scheinen sie nur einen Zweck zu erfüllen: Lebensmittel- bzw. Fleischerzeugung. Vieles, was über diese Tiere gesagt und geschrieben wird, hat lediglich mit ihrer Zubereitung als Fleischgericht zu tun und reduziert die klugen&#8230;</p>
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	<p>Die aus Amerika stammende Pute ist die domestizierte Form des Truthuhns. Sucht man im Internet nach Informationen zu diesen stolzen und besonderen Tieren, scheinen sie nur einen Zweck zu erfüllen: Lebensmittel- bzw. Fleischerzeugung. Vieles, was über diese Tiere gesagt und geschrieben wird, hat lediglich mit ihrer Zubereitung als Fleischgericht zu tun und reduziert die klugen Tiere zu Fleischlieferanten.</p>
<p>Dabei ist die Pute ein sehr soziales, neugieriges, bewegungsfreudiges, zutrauliches und interessantes Wesen, welches extrem unterschätzt wird. Mit ihren fröhlichen Lauten, ihrem faszinierenden Kopfschmuck und einem ausgeprägten Spieltrieb ist sie ein ganz besonderer Vogel, auch wenn so manch einer sie hässlich findet.</p>
<p>Tatsache ist, dass fast alle Puten lediglich dem Zweck der Mast dienen. Nur wenige haben sie bisher als freundliches und zutrauliches Haustier entdeckt, welches ohne Probleme auch im Garten gehalten werden kann, ohne letztendlich verspeist zu werden.</p>
<p>So fristen fast alle in Deutschland lebenden Puten ihr Dasein in Betrieben der Geflügelindustrie. Dabei handelt es sich zu 97% um die Hybridzuchtlinie B.U.T.6 oder auch Big 6 genannt, wobei es weltweit nur drei Zuchtunternehmen gibt, die Hybridputen auf dem Markt anbieten und den genetischen Pool der Putenwirtschaft kontrollieren.</p>
<p>Die tierschutzrelevanten Aspekte bei Aufzucht, Mast, Transport und Schlachtung sind mit denen der Masthühner zu vergleichen und unter Tierschutzaspekten als extrem problematisch einzustufen.</p>
<p>Die Hybridputen sind auf schnelles Wachstum und einen großen Brustmuskel gezüchtet, woraus sich zahlreiche körperliche Probleme für die Tiere ergeben.</p>
<p>Gemästet werden männliche und weibliche Tiere, die in großen Hallen mit tausenden Artgenossen, ohne Auslauf, nach Geschlecht getrennt, leben. Die Mastdauer beträgt bei weiblichen Tieren ca. 15-17 Wochen und bei männlichen Tieren 19-22 Wochen.</p>
<p>Wie in der konventionellen Nutztierhaltung üblich, spielen die Bedürfnisse und das artspezifische Verhalten der Puten keine Rolle. Die Puten und Puter leben in einer viel zu hohen Besatzdichte, sie sind ständigem Dauerstress ausgesetzt und erfahren aufgrund der Zucht, Mast und Haltung extrem hohe körperliche Leiden und Schäden. Natürliches Sozialverhalten, Ruheverhalten, Körperpflege, Nahrungssuche und Bewegungsbedürfnisse wie Laufen, Flattern oder Rennen: Fehlanzeige!</p>
<p>Am Ende dieser Prozedur erfolgt dann der Transport zum Schlachthof und die Schlachtung der Puten, die zahlreiche weitere tierschutzrelevante Fragen aufwirft.</p>
<p>Im Jahr 2019 wurden 34,2 Millionen (34 226 003) Puten von insgesamt 703,3 Millionen Geflügeltieren (Hühner, Enten, Gänse, Puten, Strauße, Perlhühner, Fasane, Tauben) geschlachtet. (Quelle: Statistisches Bundesamt BRD).</p>
<p><i><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1735" src="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/01/WhatsApp-Image-2022-01-29-at-16.57.48-2-225x300.jpeg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/01/WhatsApp-Image-2022-01-29-at-16.57.48-2-225x300.jpeg 225w, https://huehnerrettung.de/wp-content/uploads/2022/01/WhatsApp-Image-2022-01-29-at-16.57.48-2.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></i><i></i></p>
<p><i>Weitere Infos rund um das Thema Puten in der Geflügelindustrie siehe Albert Schweitzer Stiftung oder SOKO-Tierschutz.</i></p>
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		<title>25.11.2021 Happy Birdsday! Unsere &#8222;Mastis&#8220; werden 2!</title>
		<link>https://huehnerrettung.de/25-11-2021-happy-birdsday-unsere-mastis-werden-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Urbantat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Nov 2021 14:47:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekte & Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herzlichen Glückwunsch! Unser M-Team hat das zweite Lebensjahr erreicht! Die ganze Story findet ihr hier</p>
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	<p>Herzlichen Glückwunsch! Unser M-Team hat das zweite Lebensjahr erreicht! Die ganze Story findet ihr <a href="/mastkuecken/">hier </a></p>
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