Wir vermitteln „ausgediente“ Legehennen nach ihrem traurigen Dasein in der Massentierhaltung an tierliebe Menschen,

die ihnen ein artgerechtes und erfülltes Leben fernab der Ausbeutung bieten können. Unser Vorgehen sieht dabei folgendermaßen aus:

Hast du dich entschieden, einigen ausgedienten Hennen eine Chance zu geben, kannst du über unser Kontaktformular Kontakt mit dem nächstgelegenen Vermittler aufnehmen. Du solltest mit unseren Vermittlungsbedingungen einverstanden sein und uns neben dem Kontaktformular auch aussagekräftige Fotos zeitnah zukommen lassen - denn wir wollen sicher gehen, dass es den Hennen im neuen Zuhause auch gut geht. Die Hennen geben wir kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende ab.

Warum Vermittlungsbedingungen?

Sicher fragen sich einige von euch, warum wir diese „Bedingungen“ stellen. Könnten wir nicht viel mehr Hennen retten, wenn wir auf Vorgespräche mit euch verzichten würden? Wenn es uns fast egal wäre, wie ihr die Tiere halten werdet? Das mag sein. Aber selbst dann wären wir nicht in der Lage, die knapp 50 Millionen Legehennen zu retten, die jährlich aus deutschen Betrieben zum Schlachter gebracht werden. Unser Ziel ist es, auf die Haltungsbedingungen in der Tierindustrie hinzuweisen. Sichtbar zu machen, was hinter den Mauern der Industrie geschieht. Und für die kleinen gefiederten Botschafterinnen aus unseren Rettungen soll es in eine bessere Zukunft gehen. Das heißt für uns, sie werden in einem sicheren Stall gehalten und haben einen großen Auslauf zur Verfügung, in dem sie vor Fressfeinden geschützt sind. Sie bekommen artgerechtes Futter und haben immer Zugang zu frischem Wasser. Zudem werden sie nicht nur von ihren Besitzern als Haustiere geliebt, sondern auch im Krankheitsfall behandelt.

Nehmen wir ein fast schon kurioses Beispiel: Ein Adoptant nimmt über 20 Hennen auf und hält sie (natürlich gut gemeint) auf einem bewaldeten Grundstück, in dem Gedanken, sie finden dort was brauchen, denn das Ur-Huhn war auch ein Waldbewohner, bevor es vom Menschen domestiziert wurde. Für ausgediente Legehennen und auch den Großteil aller heute existenten Rassen gilt das NICHT!

Unsere Rettungshühner sind an Legemehl und Trinkspender gewöhnt. Bei euch lernen sie mit der Zeit, Körnerfutter zu fressen und aus Näpfen zu trinken. In einem Wald gehen Rettungshühner elendig zugrunde. Sie kennen bis dato weder Fressfeinde, noch sind sie in Lage sich zu verstecken. Im Krankheitsfall bringen sie ihr Leben qualvoll und elendig ohne Unterstützung zu ende.

Das wollen wir nicht. Uns ist jeden Tag bewusst, dass wir nicht alle retten können und das schmerzt, aber die, die wir retten können, wollen wir bei euch gut untergebracht wissen. Und daher zählt in diesem Fall nicht: „Alles ist besser als der Schlachter“, denn leider stimmt auch das nicht immer.

Huehnerrettung NRW - Huehnervermittlung